Sieben Mythen über unseren Körper: Welche sind wahr?

5 März, 2019
Schon immer hat es Mythen über unseren Körper gegeben, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Heute werden wir einige von ihnen aufdecken und erklären, warum sie nicht wahr sind.

Wie wir es schon in anderen Bereichen gesehen haben, erlaubt uns die Erforschung des menschlichen Körpers, viele falsche Vorstellungen, die wir haben, zu widerlegen. In diesem Artikel werden wir dir mehr über die sieben populärsten Mythen über unseren Körper erzählen – die eigentlich nicht wahr sind.

Globalisierung und soziale Netzwerke haben zu einer Vielzahl von gefälschten Nachrichten und Informationen aus wenig glaubwürdigen Quellen geführt. Dies hat zu einer Popularisierung von Mythen überunseren Körpergeführt, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben.

Seit Jahrhunderten geben die Menschen diese Mythen auch von Generation zu Generation weiter, auch wenn es keine Theorien gibt, die sie belegen.

Sieben Mythen über unseren KörperFrau trinkt Energydrink

In einigen Fällen kann die Wahrheit etwas enttäuschend sein. Es ist jedoch immer notwendig, Fakten von Fiktionen zu trennen und die Wahrheit zu enthüllen. Hier sind die Erklärungen für die Mythen um unseren Körper:

1.- „Unser Gehirn nutzt nur 10 Prozent seiner Kapazität“.

Wie oft hast du dieses Zitat als unbestreitbare Wahrheit gehört? Nun, leider ist das nicht der Fall.

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Außer bei pathologischen Problemen und Krankheiten, bei denen die Person, die darunter leidet, ihre volle Gehirnkapazität nicht ausschöpfen kann. In diesen seltenen Fällen kann dies passieren. Der Mensch nutzt praktisch alle seine Hirnressourcen den ganzen Tag über. Daher gibt es keine geheimen Techniken, um schlummerndes Potenzial zu „aktivieren“.

2.- „Wenn du dein Haar rasierst, wächst es dicker nach“.

Unser Haar wächst ständig. Das Schneiden oder Rasieren ändert nichts an dieser Qualität, die übrigens von der Genetik bestimmt wird.

Der Mythos kommt von der Tatsache, dass, wenn das Haar zu wachsen beginnt, es dicker aussieht. Mit der Zeit verblassen Elemente wie Sonne das Haar und Wind trägt es ab, und deshalb nehmen wir es als dünner wahr.

3.- „Zucker verursacht Hyperaktivität“.

Das ist eine überraschende Aussage. Seit Jahren beobachten wir Eltern, die ihren Kindern nicht erlauben, bestimmte Produkte zu konsumieren, um die stimulierenden Auswirkungen von Zucker auf ihr Verhalten zu vermeiden.Zucker

Nun, es scheint, dass dieser Mythos eigentlich keine wissenschaftliche Grundlage hat.

Andererseits erhöht Zucker – der aus verschiedenen Gründen unbestreitbar Risiken birgt – die Produktion von Serotonin, einer Neurotransmittersubstanz mit beruhigenden Eigenschaften.

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4.- „Der Mensch hat fünf Sinne“.

Es mag dich überraschen zu erfahren, dass viele wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hindeuten, dass der Mensch zwei weitere Sinne hat. Man nennt sie Nozizeption und Thermozeption. Sie ermöglichen es uns, Schmerzen zu spüren bzw. Temperaturen zu erfassen.

5.- „Du solltest Kaffee trinken, wenn du betrunken bist“.

Du hast sicherlich schon mal eine Tasse Kaffee getrunken, um die Wirkung von übermäßgem Alkohol zu mildern? Allerdings führt dies nicht zu dem Ergebnis, dass du dir vielleicht wünschst.Frau trinkt Kaffee

Außerdem könnte Kaffee sogar das Gegenteil von dem bewirken, was du willst. In Wirklichkeit kehrt der Kaffee unseren Körper in den Alarmzustand zurück, den der Alkohol unterdrückt hat.  Dies hilft jedoch nicht, die negativen Auswirkungen alkoholischer Getränke auf unsere kognitiven Prozesse zu mildern.

Fazit: Kaffee wird dir helfen, dich wacher zu fühlen, aber du bleibst trotzdem betrunken! Um Alkohol schneller aus dem Körper zu verbannen, solltest du viel Wasser trinken.

6.- „Lesen bei schwachem Licht ist schlecht für die Augen“.

Diese typische Aussage, die Mütter und Großmütter zu sagen pflegen, hat keine empirische Grundlage.

Das Lesen bei schwachem Licht verursacht Augenmüdigkeit, aber das wird dein Sehvermögen nicht beeinträchtigen. Nur wenige Stunden nach einer Pause wird sich dein Sehvermögen wieder normalisieren.

7.- „Du musst zwei Liter Wasser am Tag trinken“.

Wir können diesen Mythos aus verschiedenen Perspektiven aufdecken. Erstens ist es notwendig, darauf hinzuweisen, dass nicht alle Körper gleich sind; deshalb haben nicht alle von uns die gleichen Bedürfnisse.

Zweitens dürfen wir uns nicht nur auf das Wasser konzentrieren, sondern auch auf Flüssigkeiten, die wir durch Tees Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse und Obst zu uns nehmen. Natürlich liefert das Wasser die größte Menge an Flüssigkeit, die wir täglich konsumieren.

Abschließend ist zu sagen, dass die Menge der Flüssigkeiten, die wir konsumieren müssen, nicht genau zwei Liter beträgt. Es gibt keine universelle Menge und niemand hat die Vorteile von übermäßigem Wasserkonsum nachgewiesen. Der beste Ratschlag ist, auf unseren Körper zu hören. Er hat fast narrensichere Sensoren, um eine Austrocknung zu verhindern.

Wenn du also durstig bist oder wenn du während eines Trainings viel Wasser verloren hast oder verlieren wirst, trinke viel. Auch wenn du das nicht tust, wird nichts passieren. Dein Körper wird dich sicherlich wissen lassen, wenn es notwendig ist, mehr zu trinken.

Wie du sehen kannst, sind viele dieser populären Trugschlüsse tief verwurzelt.

Allerdings reichen schon ein wenig wissenschaftliche Erkenntnisse aus, um sie vollständig zu entlarven. Von nun an werden dich diese Mythen über unseren Körper nicht mehr täuschen.