Tipps für einen besseren Schlaf nach vierzig

24 August, 2019
Experten zufolge benötigt der Körper ab dreißig Jahren mindestens sieben oder acht Stunden Ruhe. Aus immer noch unklaren Gründen leiden jedoch viele Menschen an Schlafstörungen, insbesondere wenn sie über vierzig Jahre alt sind.

Ständiges Aufwachen mitten in der Nacht oder Schwierigkeiten, einen tiefen Schlaf zu genießen können auf lange Sicht gesundheitsschädlich sein. Im Erwachsenenalter sind meist Alltagssorgen und Stress der Grund für Schlafstörungen. Unabhängig davon, ob du Schlafprobleme hast oder nicht, sind diese Tipps, für einen besseren Schlaf nach 40 sehr hilfreich.

Woher weiß man, ob man an Schlaflosigkeit leidet?

Bevor wir euch die Tipps für einen besseren Schlaf verraten, wollen wir uns ansehen, was es mit der Schlaflosigkeit eigentlich auf sich hat.

Im Laufe der Zeit benötigt dein Körper immer weniger Schlaf. Bevor es ein Jahr alt ist, schläft ein Baby bis zu 16 Stunden pro Tag. Mit fünf Jahren, braucht der Körper zehn Stunden gute Ruhezeit für die optimale Energie. Im Erwachsenenalter kann es als große Zeitverschwendung erscheinen, schlaflos im Bett zu liegen.

Menschen mit Schlaflosigkeit verbringen oft Stunden im Bett und hoffen, wieder einschlafen zu können. Tag für Tag wachen sie dann im Morgengrauen auf, mit scheinbar endlosen und besorgniserregenden Gedanken.

Frau schläft

Es wird vermutet, dass Frauen mehr unter Schlaflosigkeit leiden. Hormonelle Veränderungen ab dem 40. Lebensjahr können die Ruhemechanismen des Körpers beeinflussen. Menschen, die an diesem Syndrom leiden, sind oft Frauen mit dreifacher Arbeitszeit: der Job, die Hausarbeit und die Betreuung von Kindern. Ein weiterer Faktor kann mit den Wechseljahren zusammenhängen.

Gründe und Folgen von Schlafstörungen bei Erwachsenen

Laut Matthew Walker, der für das Human Sleep Science Center an der University of California in Berkeley verantwortlich ist, beginnt der Rückgang des Qualitätsschlafs im Alter von 30 Jahren. Im Alter von fünfzig Jahren kann das Auftreten von einem guten und normalem Schlaf die Hälfte dessen sein, was es während der Pubertät war.

Der Psychiater Michael Vitiello, der die Wissenschaft des Verhaltens an der University of Washington studiert, stellte fest, dass es für Frauen schwieriger ist, nach dem vorzeitigen Aufwachen wieder einzuschlafen. Das Problem betrifft aber beide Geschlechter.

Es gibt bis zu 100 verschiedene Arten von Schlafstörungen. Manche Menschen akzeptieren einfach, dass sie nachts nicht gut schlafen können. Es wird jedoch geschätzt, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung irgendwann an Schlaflosigkeit leidet.

Antonio Culebras beschloss, das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Schlafes und für eine gute Nachtruhe zu wecken, und organisierte einen „Weltschlaftag“ in Spanien.

Culebras sagt: „Es dauert nur etwa 15 Minuten, um einzuschlafen. Danach sollte der Schlaf eines Erwachsenen zwischen sieben und neun Stunden liegen. Zusätzlich wird eine Raumtemperatur von nicht mehr als 19 Grad empfohlen. “

Tipps, um nach vierzig besser zu schlafen

Der erste Schritt in vielen Therapien steht auch an erster Stelle, wenn es darum geht, den Schlaf zu verbessern. Schlaflosigkeit kann oft mit Angstzuständen verbunden sein. Wie in der Therapie ist das Erste, was „Insomniacs“ tun müssen, sich direkt mit den störenden Gedanken zu befassen, die nachts in ihrem Kopf erscheinen.

Paar schläft

Yoga und Atemtechniken sind der Schlüssel, um nach vierzig besser zu schlafen. Diese Achtsamkeitsübung, die Konzentrations- und Meditationssitzungen umfasst, verbessert den Schlaf. Diese Praktiken helfen insbesondere, den Geist zu beruhigen und ihn von negativen Gedanken zu befreien.

Die in der Menopause auftretender Hitzewallungen zu kontrollieren, ist eine weitere Möglichkeit für Frauen, ihren Schlaf zu verbessern, sagt Shalini Manchanda, die für das Schlafmedizin-Programm am Indiana University Health Institute zuständig ist. Hitzewallungen können anscheinend in vielen Fällen „abgehackte Träume“ erzeugen.

Eine weitere Schlafstörung, mit der viele Menschen leiden und ohne es zu merken, ist die Schlafapnoe. Typischerweise leiden Männer am meisten unter dieser Störung. Mit Schlafapnoe hören sie im Schlaf für einige Sekunden auf zu atmen. Am Morgen hat man dann das Gefühl, nicht gut geschlafen zu haben.

Der letzte Tipp für ein besseres Schlafen nach vierzig ist, regelmäßig Sport zu treiben. Vorzugsweise morgens ausgeführt, bereitet mäßige sportliche Aktivität den Körper immer auf eine wohlverdiente Ruhe vor.

Einige gesunde Gewohnheiten, z. B. nicht hungrig zu Bett zu gehen, Auseinandersetzungen zu vermeiden und dein Handy und die sozialen Netzwerke auszuschalten, sind weitere gute Möglichkeiten für einen tiefen, erholsamen Schlaf.

  • Helfrich, R. F., Mander, B. A., Jagust, W. J., Knight, R. T., & Walker, M. P. (2018). Old Brains Come Uncoupled in Sleep: Slow Wave-Spindle Synchrony, Brain Atrophy, and Forgetting. Neuron. http://doi.org/10.1016/j.neuron.2017.11.020
  • Vitiello, M. V., Larsen, L. H., & Moe, K. E. (2004). Age-related sleep change: Gender and estrogen effects on the subjective-objective sleep quality relationships of healthy, noncomplaining older men and women. Journal of Psychosomatic Research. http://doi.org/10.1016/S0022-3999(04)00023-6
  • Culebras, A. (2005). Sleep and neuromuscular disorders. Neurologic Clinics. http://doi.org/10.1016/j.ncl.2005.08.004
  • Bodkin, C. L., & Manchanda, S. (2011). Office evaluation of the “tired” or “sleepy” patient. Seminars in Neurology. http://doi.org/10.1055/s-0031-1271311