Wie sieht eine optimale glutenfreie Ernährung aus?

21 August, 2019
Es gibt eine große Auswahl an Speisen für Menschen mit Glutenallergie. In diesem Artikel verraten wir euch mehr über glutenfreie Ernährung und worauf man dabei achten muss.

Hast du schon einmal über glutenfreie Ernährung nachgedacht? Insbesondere für Menschen mit Zöliakie, Weizenallergien oder Empfindlichkeit gegenüber nicht-zöliakischem Gluten ist diese Ernährungsweise interessant. Einige Menschen halten sich aber auch an eine glutenfreie Ernährung, um Gewicht zu verlieren.

Gluten ist ein Protein, das in einem Großteil der Lebensmittel enthalten ist, die wir beim Frühstück oder Abendessen konsumieren. Lebensmittel, die aus Weizen, Gerste, Hafer, Roggen oder Dinkel bestehen, enthalten Gluten. Es steckt jedoch auch in Stärke, Pasta, Brot oder Mehl sowie in einigen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln sowie Vitaminen.

Glutenfreie Ernährung und Zöliakie

Auch wenn Zöliakie nicht heilbar ist, kann sie zumindest reguliert werden. Etwa ein Prozent der Weltbevölkerung hat bei der Aufnahme von Gluten mit Darmbeschwerden zu kämpfen

Diese treten in Form von Bauchschmerzen, Durchfall, Depressionen oder einem Gefühl der Irritation auf. Zöliakie ist genetisch bedingt und kann durch Bluttests oder eine Biopsie des Dünndarmgewebes nachgewiesen werden.

Wenn Menschen, die unter dieser Erkrankung leiden, Gluten konsumieren, verschlechtert es die Darmschleimhaut und verursacht Entzündungen. Infolgedessen können essentielle Nährstoffe nicht mehr so gut aufgenommen werden und es besteht die Gefahr eines Nährstoffmangels.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit der Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung. Wenn man sich nicht an diese Diät hält, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen wie Autoimmunerkrankungen oder Eisenmangelanämie. Es verringert ebenfalls die Knochendichte und verursacht einen Mangel an Folsäure sowie Vitamin B12.

Gleichzeitig kommt es in der Regel zu einer unerwünschten Gewichtsabnahme. Wenn eine Person nicht der richtigen Behandlung folgt, können verschiedene Arten von Krebs im Darm oder Dickdarm auftreten.

Empfindlichkeit gegen nicht-zeliakales Gluten und Weizenallergie

Eine glutenfreie Ernährung kann auch eine Lösung für die Empfindlichkeit gegenüber nicht zöliakischem Gluten und Weizenallergien sein. Oft Menschen wollen Menschen dadurch jedoch nur abnehmen und sind sich der gesundheitlichen Folgen nicht bewusst.

Glutenfreie Ernährung

Glutenunverträglichkeit

Bei Kindern tritt eine Intoleranz gegenüber dem Glutenprotein in Form von Schwellungen, Gasen, Magenschmerzen, Durchfall oder Übelkeit auf. Außerdem kommt es zu Unregelmäßigkeiten bei Gewicht und Wachstum.

Bei Erwachsenen sind die Auswirkungen weniger stark: leichter Durchfall, Anämie, Gewichtsverlust und Verstopfung. Eine Person kann Müdigkeit oder emotionale Belastung, Schmerzen, Irritationen, Entmutigung oder Depressionen spüren. Andere Symptome sind Blutergüsse, Nasenbluten, Haarausfall, das Ausbleiben der Periode, Krämpfe oder Geschwüre im Mund.

Glutenfreie Lebensmittel für eine glutenfreie Diät

Um eine glutenfreie Ernährung zu beginnen, musst du zuerst sicher sein, dass du eine Zöliakie hast. Dies wird durch eine Darmbiopsie analysiert. Wenn die Ergebnisse positiv sind, musst du dich ein Leben lang glutenfrei ernähren, da ein kleiner Teil dieses Proteins Darmzottenläsionen verursachen wird.

Es ist wichtig zu lernen, mit dieser Situation zu leben und zu wissen, welche Lebensmittel kein Gluten enthalten. Dein Einkaufswagen sollte Kalbfleisch oder Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte sowie Eier enthalten. Du solltest ebenfalls frisches, gefrorenes und verpacktes Obst und Gemüse kaufen.

Neben anderen Alternativen sollten ebenfalls Milchprodukte, Speiseeis und Sorbets sowie gefrorene Waffeln Teil der wöchentlichen Speisekarte sein, um Zutaten mit Spuren von Gluten zu vermeiden.

Beim Kauf von Gewürzen ist es ratsam, die Etiketten zu lesen und zu wissen, wie man sie auswählt. Im Supermarkt findest du sie raffiniert und gut verpackt; das bedeutet nicht, dass sie kein Gluten enthalten. Du kannst ebenfalls gemahlene oder getrocknete Gewürze kaufen. Wichtig ist, dass die Verpackung den Begriff „glutenfrei“ enthält.

Andererseits ist es notwendig, Pasteten, Würstchen, Käse, der geschmolzen, gerieben oder in Scheiben geschnitten wird, sowie Fleisch- oder Fischkonserven zu vermeiden, besonders wenn sie Soßen enthalten. Gleiches gilt für Schokolade, Kakao, Soßen, Kaffeeersatz, geröstete oder gebratene Nüsse, Süßigkeiten, Eis und Bonbons. Alle diese Lebensmittel stellen ein Risiko bzgl. Zöliakie dar.

Einkauf

 

Möglichkeiten für eine glutenfreie Ernährung

Mais-Tortillas, Gelee, Popcorn, Kekse, Reiskuchen, Nüsse und Samen sind ausgezeichnete Beispiele. Andere ebenso ideale Produkte sind Reiscremes, Maisgrieß, Reisflocken, Braun- oder Weißreis und ein paar Maischips.

Andere Lebensmittel, die du mit einbeziehen kannst, sind Marmelade, Honig, Mais- oder Kartoffelstärke, Erdnussbutter, Sirup und brauner, weißer oder puderiger Zucker. Außerdem dürfen Gewürze und Kräuter, Pfeffer, Saucen, Salz, Gurken, Senf, destillierter Essig und die meisten Salatdressings in deiner Ernährung nicht fehlen.

Die Experten räumen einen Zeitraum von sechs Monaten bis zwei Jahren ein, um mit der glutenfreien diätbasierten Behandlung erfolgreich zu sein. Alles hängt vom Zustand des Patienten und der regelmäßigen Überwachung über den Verlauf der Ergebnisse ab.